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Hürther BC besiegt Wuppertal knapp mit 54:53 Die Tipps auf nrwbasket.de sprachen eigentlich eine deutliche Sprache: Mit 4-1 fiel die Favoritenrolle eindeutig dem VSTV Wuppertal zu. Ein klares Votum gegen die Spielerinnen des Hürther BC – nach den beiden unnötigen Niederlagen gegen Bensberg und Frankenberg allerdings nachvollziehbar. Doch manchmal läuft es anders als man denkt, dieses Mal in erster Linie für die Wuppertalerinnen um ihren Coach Rob Benjamins, die wohl am allerwenigsten mit der 53:54 (26:25)-Niederlage gerechnet hatten.
„Es war eine großartige kämpferische Leistung, mit einer teilweise sehr guten Defense“, freute sich Hürths Trainer Thomas Daniel über die beiden mitgenommenen Punkte. Umso mehr, weil die Vorzeichen auf einen Sieg nicht allzu hoch gestanden hatten. Mit einem Rumpfteam von acht Spielerinnen – darunter mit Mona Schneider und Sandra Stader nur zwei etatmäßige Centerinnen – waren die Hürther dennoch in das verschneite Wuppertal gereist, um die beiden jüngst erlittenen Niederlagen wettzumachen. Mit 8:2 (5. Minute) erwischten die Hürtherinnen direkt den besseren Start, als Wuppertal jedoch auf eine Zone umstellte, war der Vorsprung schnell geschmolzen, und bis zur Halbzeit wechselte die Führung munter hin und her. Erst zu Beginn des vierten Viertels schafften es die Gastgeberinnen, sich abzusetzen und zogen mit zehn Punkten davon. Doch so leicht ließen sich die Hürtherinnen nicht abschütteln, sie kämpften sich wieder zurück und glichen drei Minuten vor dem Ende wieder aus (47:47). Dann der vermeintliche Knackpunkt: In der achten Minute flogen beide HBC-Centerinnen mit fünf Fouls vom Feld, so dass die letzten 2:30 Minuten von fünf „Kleinen“ überbrückt werden mussten – bei einem Rückstand von vier Punkten. Statt zu resignieren, erwachte jedoch das Kämpferherz bei den Hürtherinnen, die dank einer aggressiven Defense in der Schlussminute in Führung gingen. 7,8 Sekunden blieben den Wuppertalerinnen am Ende, um den Sieg vielleicht doch noch an sich zu reißen, doch mit dem letzten Ballbesitz der Partie konnten sie nicht mehr punkten. „Wuppertal hat es zweimal versäumt, den Sack zuzumachen und schießt im Schlussviertel nur vier von zehn Freiwürfen“, so Thomas Daniel. „Für uns war es hingegen ein wichtiger Sieg nach den beiden ärgerlichen Niederlagen. Matchwinnerin war für uns dieses Mal Kerry Nossoll, die acht ihrer zehn Punkte in den letzten fünf Minuten erzielte.“ Hürther BC: Leonie Fritsch, Katrin Daniel 1, Irina Leirich 8, Nicole Bitter 5, Kerry Nossoll 10, Mona Schneider 16, Sandra Stader 12, Silvia Fassbender 2. Pressestelle HBC |