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Trotzdem bleibt dem Hürther BC Überraschung in Oberhausen verwehrt Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer, wusste schon Goethe. Und auch die Spielerinnen des Hürther BC um ihren Coach Thomas Daniel mussten dies in den ersten Minuten in Oberhausen erkennen. Geplant war, den Fastbreak der Oberhausenerinnen von Beginn an zu stoppen, das Spiel ein bisschen langsamer zu machen, um nicht unter die Räder zu gelangen. Das gelang eher nicht: Nach wenigen Minuten stand es bereits 10:0 für Oberhausen, die erste Hürther Auszeit musste schnell genommen werden.
Danach rissen sich die auf acht Spielerinnen dezimierten Hürtherinnen allerdings zusammen und gingen ihrerseits nach einem 11:0-Lauf mit 11:10 in Führung. „Es war ein Spiel, das von vielen Runs geprägt war. Erst Oberhausen, dann wir und im zweiten Viertel gelang Oberhausen erneut ein 11:0-Lauf“, so Thomas Daniel, der am Ende mit 57:70 (21:34) eine weitere Niederlage hinnehmen musste. Im letzten Viertel gingen seine Spielerinnen sowohl in der Defense als auch der Offense engagierter zu Werke und verkürzten den 18-Punkte-Rückstand nach dem dritten Viertel dank eines 18:3-Runs (3.-7. Minute) auf drei Zähler (57:60). Die Moral stimmte und vielleicht wäre mehr drin gewesen, wenn ein umstrittenes unsportliches Foul gegen die Hürtherinnen nicht die vorzeitige Entscheidung gebracht hätte. Hätte, wenn und aber nützte jedoch wenig, noch war eine kleine Chance da – mit „Stop the clock“ wurden die Oberhausenerinnen an die Freiwurflinie gezwungen, dort verwandelten sie aber alle sechs Würfe und brachten den letztlich noch deutlichen Sieg unter Dach und Fach. „Wir haben leider zu lange gebraucht, um uns auf die harte, aber nicht unfaire Oberhausener Defense einzustellen. Ansonsten wäre gegen eine nicht komplette Oberhausener Mannschaft vielleicht eine Überraschung drin gewesen“, bedauerte Thomas Daniel, der seinen Spielerinnen dennoch ein Lob aussprach. „Es war eine sehr homogene Mannschaftsleistung von uns, was man auch an der Punkteverteilung sieht, und trotz der Niederlage sicher kein schlechtes Spiel.“ Hürther BC: Nina Gröneweg 14, Katrin Daniel 5, Irina Leirich 3, Donja Torabian 10, Nicole Bitter 7, Steffi Lippold 2, Susanne Hobbs 7, Sandra Stader 9. |