Starke Hürther Defense gegen die Tabellenersten verdient Respekt!
BG 74 Veilchen Ladies Göttingen vs. Hürther BC (73:39)
Dass die Hürther Damen auswärts gegen die ungeschlagenen Tabellenführer einen schweren Stand haben würden, war von vornherein sicher.
Nicht vorhersehbar war dagegen die Trainingsverletzung der Centerin Maria Hack, und dass Coach Martin Trefzger schlussendlich mit nur neun Spielerinnen in Göttingen würde antreten müssen.
Immerhin gelang es dem übersichtlichen Aufgebot, ein im Vergleich zum Hinspiel verbessertes Ergebnis mit nach Hause zu bringen – und das lag vor allem an einer mutigen, bärenstarken Defense gegen physisch deutlich überlegene Gegnerinnen vom Tip-off bis zur Schlusssirene.
1. Viertel kein Spaziergang für den haushohen Favoriten
Wer in Göttingen mit einer komfortablen Führung bereits in der Anfangsphase gegen einen vermeintlich hoffnungslos unterlegenen Gegner gerechnet hatte, sah sich jedenfalls in den ersten 10 Minuten schnell eines Besseren belehrt: Die Hürtherinnen verteidigten den eigenen Korb vom Anpfiff an wie den goldenen Gral. Wann immer sich eine Spielerin der Heimmannschaft durch die Zone arbeiten konnte, sah sie sich sofort einer „blauen Wand“ aus Hürtherinnen gegenüber, die jeden Versuch eines Abschlusses schwer machte. Der erste Korb für Göttingen fiel erst nach 2 Minuten – und das, obwohl die Gastgeberinnen deutliche Vorteile beim Rebound hatten.
Zudem blieben die Rheinländerinnen durchaus gefährlich und fanden Antworten auf jeden Spielzug der Gastgeberinnen. Zoe Braun (10/1) verkürzte nach knapp 4 Minuten zum 5:4.
Zur Viertelpause lautete der Spielstand dann 19:11, was angesichts der Kräfteverhältnisse schon ein kleines Ausrufezeichen wert ist.
2. Viertel: Hürther Damen lassen sich nicht so leicht abschütteln
Auch im 2. Spielabschnitt ließen die Gäste minutenlang kaum Punkte auf der Gegenseite zu und hätten sich die Hürther Korbjägerinnen insbesondere in den ersten beiden Spielminuten für ihre herausgespielten Chancen in der Offense belohnt, hätte die Anzeigentafel zur Halbzeit deutlich anders aussehen können. Umgekehrt scorten die Gastgeberinnen mühsam, aber stetig. Bei einem Spielstand von 34:19 ging es für beide Teams in die Kabinen.
3. Viertel: Kein Glück im Abschluss
Leider setzte sich die Korbflaute auf Seiten der Rheinländerinnen nach der Halbzeit – bei unverändert tadelloser Abwehrleistung – weiter fort. Dank eines Treffers für 3 von Sena Balci (5/1), welcher der Kommentator aus Göttingen eine „Shooter-Mentalität“ attestierte, kamen die Aufsteigerinnen zwar noch einmal auf 18 Punkte heran. Im Ergebnis reichte es aber nur zu einem 53:24 nach dem 3. Viertel.
4. Viertel: Topscorerin Greta Mengelkamp (15) glänzt
Ganz, wie man es von den Hürther Damen gewohnt ist, ging es trotz des Spielstandes unverändert motiviert in das letzte Viertel. Angeführt von Allrounderin und Topscorerin Greta Mengelkamp, die in ihrem 4. Spiel nach langer Verletzungspause nicht nur 15 Punkte – 8 davon im Schlussviertel – beisteuerte, sondern die praktisch überall auf dem Feld Präsenz zeigte, spielten die Rheinländerinnen den Tempobasketball, den der eine oder andere wohl nur auf Seiten der Gastgeberinnen erwartet hatte.
Insgesamt erzielten die Favoritinnen aus Göttingen in den letzten 10 Minuten nur 5 Punkte mehr als das Team des Hürther BC, dem zu einem besseren Endergebnis in erster Linie das Wurfglück gefehlt hat.
„Wir haben uns mit nur 9 Spielerinnen gut verkauft“, so Headcoach Martin Trefzger nach der Partie. „Unsere Defense war stark, jedoch haben wir zu wenige Rebounds geholt. Auch die Wurfquote hätte besser sein können. Dafür, dass es gegen Göttingen ging, sind wir ganz zufrieden.“
Für den Hürther BC spielten: Greta Mengelkamp (15; 6 Rebounds; 3 Assists; 2 Steals), Zoe Braun (10/1; 4 Rebounds; 1 Block), Sena Balci (5/1), Lena-Susann Jatsch (3/1), Sara Schmitz (2), Mara Wiese (2; 2 Blocks), Jenni Wiesen (2), Maia Voigt und Lea Förster (4 Rebounds; 2 Steals).
Bildquelle: Sven Borchers







