Hürther Damen verpassen in Eimsbüttel nur knapp einen hochverdienten Sieg
6. März 2026

Leider (erneut) den ersten Sieg in Eimsbüttel nur knapp verpasst

Wer am Samstag, den 28.02.26 die Spielstätte des Eimsbütteler Turnverbandes in Hamburgs Vorort aufgesucht hat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Nicht nur, weil eine beachtliche Anzahl von Fans des Hürther BC den Weg an die Elbe gefunden hatte und nach besten Kräften eine wahre Heimspiel-Atmosphäre für die Rheinländerinnen kreierte. Sondern auch, weil sich die Underdogs aus Hürth selbstbewusst, mutig und über weite Strecken der Partie als überlegene Gegner erwiesen.
Dem Umstand zum Trotz, dass ihnen nach der unglücklichen Verletzungserie vor und zu Beginn der Saison nach wie vor zwei weitere potenzielle Topscorerinnen fehlen, zeigten die Hürtherinnen, dass sie auf hohem Niveau Basketball spielen können und die Mission Klassenerhalt noch keineswegs abgeschrieben haben:


In diesem Sinne eroberte Maria Hack (6) gegen ihre größere Gegenspielerin gleich zum Auftakt den Sprungball für die Gäste, die nach 20 Sekunden durch einen Jump Shot von Dora Hizsnyik (6) in Führung gingen und sodann ihren Vorsprung innerhalb von 4 Minuten auf 2:9 ausbauten. Die sehr physischen Eimsbüttelerinnen liefen den schnellen Guards des HBC zumeist hinterher. Eigene Abschluss-Versuche scheiterten immer wieder an der konsequenten Defense der Gäste. Mitte des 1. Viertels nahm Eimsbüttel eine Auszeit. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In den Griff zu bekommen waren die Hürther Damen aber nicht.
So war es denn ein großes Glück für die Eimsbüttelerinnen, dass in den letzten Sekunden einer der dem Heimteam üppig gewährten Freiwürfe zum 18:18 ins Netz trudelte und ein Distanzwurf der Topscorerin Sena Balçi (18/4) in letzter Sekunde zu diesem Zeitpunkt den Korb verfehlte.


2. Viertel: Hürther Führung zur Halbzeit
Im 2. Viertel kamen die Gastgeberinnen etwas besser ins Spiel und gingen ihrerseits zunächst mit 6 Punkten in Führung. Kim Bornemann (8), die nach berufsbedingter Abwesenheit ihr erstes Spiel seit Oktober für den HBC bestritt, erwies sich jedoch als Bank unter dem Korb. Sie stoppte den Zwischensprint der Eimsbüttelerinnen per Lay-up und stellte zweimal den erneuten Gleichstand zum 24:24 und zu 27:27 her, bevor sie ihr Team sogar mit 27:29 neuerlich in die Vorhand brachte – eine Führung, die die Gäste bis zum Halbzeitpfiff verteidigten.


3. Viertel: Rheinländerinnen zeigen Kampfgeist
Bereits im Hinspiel hatten die Hürther Damen den Eimsbüttelerinnen bis zur Halbzeit Grenzen aufgezeigt, waren jedoch im 3. Spielabschnitt aus dem Rhythmus und ins Hintertreffen geraten. Das sollte sich nicht wiederholen.
Zwar markierten die Gastgeberinnen die ersten 3 Punkte. Diesmal fand Hürth jedoch die passende Antwort: Topscorerin Sena Balçi, zu flink für die Defense der Eimsbüttelerinnen, kam innerhalb von 20 Sekunden zwei Mal völlig frei zum Wurf, traf beide Male und stellte den Score zugunsten der Gäste auf 37:44.
Folgerichtig aus Eimsbütteler Sicht nahm man dort eine Auszeit. Eine über das reguläre Timeout hinausgehende Diskussion zwischen den Referees und dem Kampfgericht sorgte dafür, dass man auf Seiten der Gastgeberinnen ausgiebig durchschnaufen und sich von dem Ansturm der Hürtherinnen erholen konnte.
Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gäste nicht gleich in ihr eigenes Tempo zurück.
Die Eimsbüttelerinnen kamen deshalb heran und konnten sich bis zum Ende des Spielabschnitts einen hauchdünnen Vorsprung von 3 Punkten erarbeiten.


4. Viertel: Ganz dicht dran am Auswärtssieg
Im letzten Viertel wurde es noch einmal so spannend wie hitzig: Sena Balçi, gegen die die Gastgeberinnen kein Mittel fanden, versenkte nach einem Assist von Maia Voigt ihren 4. Dreipunktwurf zum 49:49 Ausgleich und machte ihrem Ruf als Distanzspezialistin alle Ehre: Keine Spielerin auf dem Platz erzielte von der Dreierlinie mehr Punkte als sie.
Den Eimsbüttelerinnen gelang es zwar in der Folge, sich mit bis zu 8 Zählern abzusetzen. Greta Mengelkamp (11/2), nicht nur wieder einmal vorne in der Scorerliste mit dabei, sondern wie Dora Hyzsnyik u. a. auch mit Impact unter den Körben, sorgte dafür, dass die Rheinländerinnen den Rückstand Punkt für Punkt verkürzten. Unterstützung fand sie dabei insbesondere in Teamkollegin Sara Schmitz (9/1), die ihre wohl beste Saisonleistung ablieferte und sich dabei weder von „Trash Talk“ noch von der sehr körperbetonten Spielweise ihrer Gegenspielerin am und abseits des Balls aus der Ruhe bringen ließ. Sie war es auch, die einen wohl sicheren Korberfolg der gegnerischen Aufbauspielerin mit einem spektakulären Block verhinderte und 4 Minuten vor Spielende auf einen Punkt für den Hürther BC verkürzte.
Die Gastgeberinnen mühten sich, ihre hauchdünne Führung wieder auszubauen, aber die Rheinländerinnen blieben hartnäckig eng auf Tuchfühlung. 25 Sekunden vor dem Abpfiff stand es 66:64.
Entschieden wurde das Spiel am Ende nicht durch die basketballerische Überlegenheit seitens Eimsbüttel, sondern durch Glück an der Freiwurflinie.
Und auch wenn der Endstand von 69:64 aus Hürther Sicht mehr als unglücklich ist, so bleibt doch der Eindruck von einer absolut bundesligareifen Leistung eines starken Teams, in dem sich jede einzelne Spielerin unglaublich entwickelt hat.


„Leider haben wir am Ende nicht mehr so hochprozentig getroffen und unabhängig davon zu viele Pfiffe gegen uns bekommen“, befand Headcoach Martin Trefzger nach der Begegnung. „Wir haben das Spiel mit viel Herz bis zum Ende offengehalten. Es wäre aber mehr drin gewesen!“


Das nächste „echte“ Heimspiel der Hürther Damen findet am Sonntag, dem 08.03.2026 in der Sporthalle des EMG in der Bonnstr. 59 in 50354 Hürth statt. Zu Gast sein werden die VfL VIACTIV-AstroLadies aus Bochum, die seit 8 Spielen ungeschlagen auf Platz 4 der Tabelle der 2. DBBL Nord stehen. Doch auch die Leistungskurve der Hürtherinnen zeigt derzeit steil nach oben, und wenn das Team dort weitermacht, wo es in Eimsbüttel aufgehört hat, verspricht die Partie sehr spannend zu werden. Wer nichts verpassen will, sollte daher unbedingt vorbeikommen und viel positive Energie für die Hürther Bundesligistinnen mitbringen!


Für den Hürther BC spielten:
Sena Balci (18/4); Greta Mengelkamp (11/2, 8 Rebounds, 4 Steals); Sara Schmitz (9/1, 4 Steals, 2 Blocks), Kimberley Bornemann (8); Dora Hyzsnyik (6, 6 Rebounds); Maria Hack (6, 5 Rebounds); Sophia Trefzger (2); Maia Voigt (2; 3 Rebounds, 3 Steals); Lea Förster (2); Lena-Susann Jatsch (3 Steals), Tanith Elsner und Mara Wiese

19. Februar 2026
Tanith Elsner is back in the game!
17. Februar 2026
Starke Hürther Defense gegen die Tabellenersten verdient Respekt!
10. Februar 2026
Auch 2026 fahren wir wieder für eine Woche nach Spanien zum Tomas Sola Turnier in Malgrat, Spanien. Die Anmeldung ist jetzt LIVE!