Kein Sieg in Berlin, aber eine Hymne als Weihnachtsgeschenk
1. Januar 2026

Kein Sieg in Berlin, aber eine Hymne als Weihnachtsgeschenk

Die Fahrt nach Berlin stand nicht unter dem günstigsten Stern - angefangen bei der Tatsache, dass man mit lediglich 8 fitten Akteurinnen und einer erkältungsbedingt angeschlagenen Spielerin ins letzte Auswärtsspiel des Jahres startete, weiter über die Verzögerungen bei der Anreise wegen eines defekten Busses, bis hin zu dem Umstand, dass das Team aufgrund dessen erst spät in der Nacht in der Hauptstadt eintraf und kaum Zeit für die Regeneration verblieb.

Nun ist man ja beim Hürther BC inzwischen an widrige Umstände gewöhnt und Widerstände sind bekanntlich dazu da, dass man versucht, sie zu überwinden.

An Unterstützung aus der Heimat mangelte es dabei jedenfalls nicht: Der Hürther Fanclub „Wyld Kangaroos“ zeigte dem bisherigen Saisonverlauf zum Trotz stolze Präsenz in der Halle und hatte für seine Bundesliga-Damen sogar eine eigene Hymne zur Motivation im Gepäck.

 

Zweimalige Führung für den HBC im 1. Viertel

Durch soviel Enthusiasmus von außerhalb des Spielfeldes getragen, starteten die Hürtherinnen sehr selbstbewusst in die Partie. Sie eroberten den ersten Sprungball und erzielten auch die ersten Punkte durch einen Sprungwurf von Sena Balci (14/1).

Kurz darauf glichen die Berlinerinnen aus und gingen ihrerseits in Front. Rund 4 Minuten vor der Viertelpause eroberten sich die Rheinländerinnen per Dreipunkt-Wurf von Maria Hack (12/2) die Führung zum 8:10 zurück, konnten diese aber nicht ausbauen.

Das Viertel endete im Ergebnis mit 20:14 und damit knapp zugunsten der Gastgeberinnen.

 

2. Viertel auf Augenhöhe

Das 2. Viertel war kaum angepfiffen, als wiederum Sena Balci zur Stelle und zum 20:16 Anschlusstreffer erfolgreich war. In den temporeichen 10 Minuten, die folgten, blieb das Hürther Team auf Tuchfühlung und ließ sich nicht abschütteln. In den letzten 3 Minuten ließ die Defense der Rheinländerinnen nur einen einzigen Gegentreffer zu, der zum 36:27 Halbzeitstand führte. Dennoch war die Partie zu diesem Zeitpunkt noch alles andere als entschieden.

 

3. Viertel – Vorteil auf Seiten der Gastgeberinnen

In den ersten Minuten des 3. Viertels hielt die Defense der Gäste stand. Dann gelang den Berlinerinnen ein erster 5:0 Lauf, den die stark aufspielende Maia Voigt, Topscorerin (15) und beste Rebounderin (5) auf Hürther Seite zunächst unterbrechen konnte. Die Vorlage dazu lieferte Sophia Trefzger, die mit insgesamt 6 Assists großen Anteil an der Gesamt-Punkteausbeute ihrer Mannschaft hatte.

Im Verlauf der letzten 4 Minuten ließ der Schwung auf Seiten der Hürther Damen leider nach. Die Gastgeberinnen konnten sich absetzen und mit einem bequemen 61:38 Vorsprung dem letzten Viertel entgegensehen.

 

Das 4. Viertel geht mit 16:20 an den HBC

Aber, ganz wie man es von den Damen des Hürther BC gewohnt ist, steckte man trotz Rückstands und Unterzahl nicht auf. Das Trio Sena Balci, Maria Hack und Maia Voigt gab – wie alle HBC-Spielerinnen auch – noch einmal alles.

Am Ende ging die Partie zwar mit 77:58 an die Hauptstädterinnen. Das letzte Viertel konnten die Gäste aus dem Rheinland indessen zu ihren Gunsten verbuchen.

 

„Wir haben heute mit unserem kleinen Kader mit großer Energie und in der ersten Halbzeit richtig, richtig guten Team-Basketball gespielt“, lobte Headcoach Martin Trefzger nach der Begegnung. „Leider haben wir im 3. Viertel einen Lauf gegen uns kassiert, der uns weh getan hat und von dem wir uns nicht richtig erholen konnten. Das letzte Viertel war ok, aber man merkte, dass die Müdigkeit zu Fehlern geführt hat.“

 

Nach der Weihnachtspause geht es für die Hürther Damen am Samstag, den 10.01.2026 mit einem Heimspiel weiter. Zu Gast sein wird der BBC Osnabrück. Das Team aus Niedersachsen konnte die erst kürzlich ausgetragene Partie in seiner eigenen Halle deutlich für sich entscheiden. Unsere Damen brauchen also einmal mehr ihre „Gelbe Wand“ im Rücken, wenn das erste Spiel im neuen Jahr um 19.30 Uhr in der Bonnstr. 59 in 50354 Bonn angepfiffen wird!

 

Für den Hürther BC spielten: Maia Voigt (15; 5 Rebounds; 3 Assists), Sena Balci (14/1; 3 Assists), Maria Hack (12/2; 3 Rebounds), Lena-Susann Jatsch (7), Sara Schmitz (5/1), Mara Wiese (2), Jenni Wiesen (2), Lea Förster (1) und Sophia Trefzger (6 Assists).

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