Starke 2. Hälfte in Oberhausen reicht leider nicht zum Sieg
26. November 2025

Von ganz unten bist (fast) ganz oben

Wenn man die Auswärtspartie gegen NB Oberhausen am Samstag, den 22.11.2025 aus Sicht eines Hürther Fans in aller Kürze zusammenfassen wollte, könnte man sagen: Extremer geht es kaum. Die Art und Weise, wie sich die Hürther Damen nach einem mehr als unglücklichen Start in die Partie zurückkämpften, verdient allerdings, auch wenn es zur ganz großen Sensation am Ende nicht mehr reichte, vor allem eines: Respekt!

 

Aber von vorne: Oberhausen, von Anfang an hellwach, fand deutlich besser ins Spiel, als die Gäste aus dem Rheinland, die sich zwar ihre Möglichkeiten erarbeiteten, dann aber zu häufig keine Zähler auf das Scoreboard bringen konnten. Auch gelang es zunächst nicht, die Oberhausener Führungsspielerin effektiv aus dem Spiel zu nehmen. Nach den ersten 10 Minuten lag Hürth mit 24:9 zurück.

 

Auch im Verlauf des 2. Viertels wollte sich der Spielfluss auf Seiten der Rheinländerinnen nicht einstellen. Trotz allem sehr erfreulich in dieser Phase der Einstand von Neuzugang Zoe Braun, die insgesamt überzeugte und sich gleich einmal als zweitbeste Scorerin (8/1) auf Hürther Seite empfahl.

Als es beim Stand von 39:15 in die Halbzeitpause ging, schien der weitere Spielverlauf indessen vorprogrammiert.

 

3. Viertel: Ein bisschen wie Phoenix aus der Asche

Zurück auf dem Feld, hatten sich die Gastgeberinnen dann wohl auch auf einen entspannten Abend eingestellt.

Das Hürther Team kam jedoch mit einer anderen Agenda aus der Kabine und ließ im Laufe der kommenden 10 Minuten aufblitzen, warum es in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern konnte: Mit aggressiver Defense und konsequentem Kampf um jeden Rebound verhinderten die Rheinländerinnen minutenlang weitere Gegentreffer, während Topscorerin Mara Wiese (9/2), Sena Balci (7/1) und Maria Hack (7/1) mit schnellem Angriffsspiel kurz hintereinander scorten.

Beim Stand von 42:23 nahm Oberhausen eine Auszeit, was die wiedergefundene Spiellaune der Hürther Damen wenig trübte.

Dass der 3. Spielabschnitt mit einem 16:16 Gleichstand endete, war nach alledem mehr als verdient.

 

4. Viertel geht knapp mit 16:17 an Hürth

In den ersten Sekunden des letzten Viertels demonstrierten die Hürtherinnen mit einem schnellen Treffer aus der Distanz, dass sie genau dort anzuknüpfen gedachten, wo sie im 3. Viertel aufgehört hatten.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Rheinländerinnen störten konsequent den Spielaufbau der Oberhausenerinnen, die kaum noch freie Würfe fanden, insgesamt 26 Turnover durch die Hürther Defense sowie 17 Steals hinnehmen mussten. Das Schlussviertel konnten die Gäste aus dem Rheinland mit 16:17 für sich entscheiden.

 

Am Ende war der Vorsprung, den die Gastgeberinnen nur noch verwalten mussten, allerdings zu groß. Die Partie endete mit 71:48.

Nichtsdestotrotz bleibt die Erkenntnis aus der in jeder Hinsicht überzeugenden Leistungssteigerung der HBC-Damen über die komplette 2. Halbzeit:

 

Das Hürther Team kann kämpfen, das Hürther Team kann aufstehen – und das ist eine Tatsache, die hoffen und auf der sich aufbauen lässt!

 

Headcoach Martin Trefzger fasste zusammen:

„In der ersten Halbzeit haben wir nichts getroffen, obwohl die Würfe gut herausgespielt und frei waren. Nach der Halbzeit wurde es besser. Wir haben die starke Amerikanerin zu insgesamt 7 Turnover gezwungen und in der zweiten Spielhälfte auf 7 Punkten gehalten. Sagen wir so: Wenn auf der anderen Seite so viele Schlüsselspielerinnen fehlen würden wie bei uns, hätten wir vermutlich souverän gewonnen.““

 

In der kommenden Woche, am Samstag, den 29.11.2025, empfangen die Hürther Damen die Eintracht aus Braunschweig, ein Team, das aktuell den 11. Tabellenplatz belegt und dessen Leistungskurve sich zuletzt nach oben entwickelte. Alle Fans des Hürther BC sind daher am kommenden Spieltag gefragt: Kommt und unterstützt unsere Damen mit vereinten Kräften bei dieser wichtigen Partie!

 

Für den Hürther BC spielten: Mara Wiese (9/2), Zoe Braun (8/1), Sena Balci (7/1), Maria Hack (7/1), Sophia Trefzger (4), Dora Hizsnyik (4), Sara Schmitz (3), Lena-Susann Jatsch (2), Maia Voigt (2) und Lea Förster (2).

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